Das Wichtigste in Kürze:
– Trade Republic bietet die Investition in Anleihen (Bonds) nur über eine eingeschränkte Auswahl an Anleihen-ETFs an.
– Die direkte Investition in Anleihen ist jedoch nicht möglich.
– Diese eingeschränkte Produktauswahl hat große Nachteile für Anleger, da „direkte“ Anleihen von vielen Investoren als wichtiger Bestandteil eines ausgewogenen Portfolios gesehen werden.
– Zumindest einen gewissen Anteil deutscher Staatsanleihen (Bundesanleihen) möchten viele Anleger im Portfolio wissen.
– Unsere Anbieter-Empfehlung für Anleihen: Das ist unsere Broker-Empfehlung für Anleihen >>
– Vorteile dieses Anbieters:
– Anleihen & Fremdwährungsanleihen handelbar
– Deutsche Staatsanleihen, US-Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Anleihen-ETFs, …
– Sehr geringe Orderkosten: Ab 0,00 € Gebühren sind Anleihen handelbar
– 9 Börsen verfügbar, 3 außerbörsliche Handelsplätze (OTC) verfügbar
Anleihen & Trade Republic: Kurze Darstellung der Situation
Dass Trade Republic ein Neobroker ist, ist den meisten Kunden bekannt: Dass dies jedoch einen Einfluss auf die Größe der Produktauswahl hat, ist nicht jedem direkt bewusst.
So ist es jedoch auch im Bereich Anleihen: Trade Republic kann hier nicht mit der großen Auswahl bestimmter anderer Online-Broker mithalten. Oder anders ausgedrückt: Trade Republic hat aktuell gar keine Anleihen in der Auswahl.
Somit besteht für Trade Republic Kunden einzig die Möglichkeit, Anleihen über Anleihen-ETFs in ihr Trade Republic Portfolio aufzunehmen.
Anleihen-ETFs bei Trade Republic
Im Folgenden einige beliebte Anleihen-ETFs, die alle bei Trade Republic zur Verfügung stehen.
| Name | WKN/ISIN | Gebühr pro Jahr (TER) | Verwendung der Erträge | Bei TR handelbar? |
|---|---|---|---|---|
| iShares Global Corp Bond EUR Hdg Ucits ETF (Dist) | IE00B9M6SJ31/ A1W02Q | 0,25 Prozent | ausschüttend | ja |
| SPDR Refinitiv Global Convertible Bond ETF | IE00BNH72088/ A12CZS | 0,50 Prozent | ausschüttend | ja |
| Xtrackers Eurozone Government Bond 25+ Ucits ETF 1C | LU0290357846/ DBX0AK | 0,15 Prozent | thesaurierend | ja |
| iShares Core Euro Corp Bond Ucits ETF EUR Dist | IE00B3F81R35/ A0RGEP | 0,20 Prozent | ausschüttend | ja |
| iShares € Corp Bond ESG ETF | IE00BYZTVT56/ A142NT | 0,15 Prozent | ausschüttend | ja |
Deutsche Staatsanleihen / Bundesanleihen
Diese Art von Anleihen ist generell nicht bei Trade Republic handelbar: Dazu muss man sich also einen anderen Broker suchen.
Beispiele für „konventionelle Wertpapiere“ von deutschen Staatsanleihen:
| Wertpapier | Fälligkeit | Kupon | Umlaufend | Letzte Emission | ISIN |
|---|---|---|---|---|---|
| Schatz | 13.03.2025 | 2,50% | 6,0 Mrd. € | 31.01.2023 | DE000BU22007 |
| Bobl | 13.04.2028 | 2,20% | 10,0 Mrd. € | 21.02.2023 | DE000BU25000 |
| Bund10 | 15.02.2033 | 2,30% | 15,0 Mrd. € | 22.02.2023 | DE000BU2Z007 |
| Bund30 | 15.08.2053 | 1,80% | 10,5 Mrd. € | 23.02.2023 | DE0001102614 |
Beispiele für „grüne Wertpapiere“ unter deutschen Staatsanleihen:
| Wertpapier | Fälligkeit | Kupon | Umlaufend | Letzte Emission | ISIN |
|---|---|---|---|---|---|
| Bobl/g | 15.10.2027 | 1,30% | 5,0 Mrd. € | 31.08.2022 | DE0001030740 |
| Bund/g10 | 15.08.2031 | 0,00% | 9,0 Mrd. € | 02.11.2022 | DE0001030732 |
| Bund/g30 | 15.08.2050 | 0,00% | 10,0 Mrd. € | 01.06.2022 | DE0001030724 |
US-Staatsanleihen
Diese Art von Anleihen ist generell nicht bei Trade Republic handelbar: Dazu muss man sich also einen anderen Broker suchen.
Beispiele für US-Staatsanleihen:
| Name | Kurs | Whg. | Rendite | Restlaufzeit | Mindestanlage |
| UNITED STATES OF AMERICA DL-BONDS 1994.. | 104,06 | USD | 5,027 % | 1,7 Jahre | 100,00 |
| UNITED STATES OF AMERICA DL-BONDS 1995.. | 105,00 | USD | 4,989 % | 2,0 Jahre | 100,00 |
| UNITED STATES OF AMERICA DL-BONDS 1997.. | 108,24 | USD | 4,358 % | 4,0 Jahre | – |
| UNITED STATES OF AMERICA DL-BONDS 1997.. | 108,23 | USD | 4,410 % | 4,5 Jahre | 100,00 |
| UNITED STATES OF AMERICA DL-BONDS 1997.. | 107,85 | USD | 4,344 % | 4,7 Jahre | 10.000,00 |
| UNITED STATES OF AMERICA DL-BONDS 1999.. | 111,27 | USD | 4,228 % | 6,5 Jahre | 100,00 |
| UNITED STATES OF AMERICA DL-BONDS 2000.. | 113,53 | USD | 4,152 % | 7,2 Jahre | 100,00 |
| UNITED STATES OF AMERICA DL-BONDS 2010.. | 102,43 | USD | 4,079 % | 17,7 Jahre | 100,00 |
| UNITED STATES OF AMERICA DL-BONDS 2011.. | 109,18 | USD | 4,010 % | 18,0 Jahre | – |
| UNITED STATES OF AMERICA DL-BONDS 2011.. | 96,11 | USD | – | 18,5 Jahre | 100,00 |
Unternehmensanleihen
Diese Art von Anleihen ist generell nicht bei Trade Republic handelbar: Dazu muss man sich also einen anderen Broker suchen.
Beispiele für Unternehmensanleihen:
| Name | Währung | Rendite | Restlaufzeit |
| 0,000% Allianz Finance II B.V. (14.01.2025) | EUR | 3,18% | 1,88 |
| 0,000% BMW (24.03.2023) | EUR | 2,77% | 0,07 |
| 0,000% Bundesrepublik Deutschland (13.10.2023) | EUR | 3,00% | 0,62 |
| 0,000% Fresenius Finance Ireland PLC (01.10.2025) | EUR | 3,86% | 2,59 |
| 0,000% Mercedes-Benz Group AG (08.02.2024) | EUR | 3,27% | 0,95 |
| 0,000% Volkswagen (19.07.2024) | EUR | 3,70% | 1,39 |
| 0,010% DZ Hyp AG Hypothekenpfandbrief (29.01.2024) | EUR | 3,37% | 0,92 |
| 0,050% Commerzbank Bank AG Hypothekenpfandbrief (11.07.2024) | EUR | 3,59% | 1,37 |
Welche Nachteile haben Anleihen im Vergleich zu anderen Assets?
Anleihen gelten traditionell als vergleichsweise sichere und planbare Anlageform, insbesondere im Vergleich zu volatileren Assets wie Aktien oder Kryptowährungen. Dennoch weisen sie eine Reihe von Nachteilen auf, die sie je nach Marktumfeld und Anlagestrategie weniger attraktiv machen können.
Ein zentraler Nachteil von Anleihen ist ihre im Vergleich zu anderen Anlageklassen oft begrenzte Rendite. Während Aktien langfristig von Unternehmenswachstum und steigenden Gewinnen profitieren können, sind die Erträge von Anleihen in der Regel auf die vereinbarten Zinszahlungen beschränkt. Diese sind meist fix und bieten daher nur begrenztes Potenzial nach oben. Gerade in Niedrigzinsphasen können Anleihenrenditen so gering ausfallen, dass sie kaum über der Inflationsrate liegen oder diese sogar unterschreiten. In solchen Fällen erleiden Anleger real einen Kaufkraftverlust, obwohl sie nominal Zinsen erhalten.
Ein weiterer bedeutender Nachteil ist das Zinsänderungsrisiko. Steigen die Marktzinsen, sinken in der Regel die Kurse bereits ausgegebener Anleihen, da neue Anleihen mit höheren Zinsen attraktiver werden. Anleger, die ihre Anleihen vor Fälligkeit verkaufen möchten oder müssen, können dadurch Verluste erleiden. Dieses Risiko ist insbesondere bei Anleihen mit langen Laufzeiten ausgeprägt, da deren Kurse stärker auf Zinsänderungen reagieren.
Hinzu kommt das Emittentenrisiko, also die Gefahr, dass der Schuldner der Anleihe zahlungsunfähig wird. Zwar gelten Staatsanleihen von wirtschaftlich stabilen Ländern als relativ sicher, doch selbst hier ist ein Ausfall nicht völlig ausgeschlossen. Bei Unternehmensanleihen oder Anleihen von Schwellenländern ist dieses Risiko deutlich höher. Im Falle einer Insolvenz kann es passieren, dass Anleger nur einen Teil ihres investierten Kapitals zurückerhalten oder sogar einen Totalverlust erleiden.
Ein weiterer Nachteil im Vergleich zu Aktien ist die fehlende Partizipation am Unternehmenserfolg. Während Aktionäre von steigenden Gewinnen durch Kurssteigerungen und Dividenden profitieren können, erhalten Anleihegläubiger lediglich die vereinbarten Zinszahlungen und das unabhängig davon, wie gut sich das Unternehmen entwickelt. Selbst wenn ein Unternehmen stark wächst, bleibt die Rendite der Anleihe unverändert.
Auch die Liquidität kann bei bestimmten Anleihen problematisch sein. Während Staatsanleihen großer Länder meist sehr liquide sind, können Unternehmensanleihen kleinerer Emittenten oder spezielle Anleiheformen schwer handelbar sein. In solchen Fällen kann es schwierig sein, einen Käufer zu finden oder die Anleihe zu einem fairen Preis zu verkaufen.
Zusätzlich spielt die Inflation eine wichtige Rolle. Da viele Anleihen feste Zinsen zahlen, verlieren diese bei steigender Inflation an realem Wert. Im Gegensatz dazu können Sachwerte wie Immobilien oder Aktien oft besser mit Inflation umgehen, da sie langfristig steigende Preise teilweise weitergeben können.
Kann sich eine Investition in Anleihen trotzdem lohnen? Wenn auch nur indirekt über Trade Repbulic möglich
Auch wenn Anleihen einige Nachteile haben, heißt das noch lange nicht, dass sie sich nicht lohnen können. Im Gegenteil: In vielen Fällen sind sie sogar ein ziemlich sinnvoller Baustein im Portfolio. Man muss nur wissen, wofür man sie nutzt.
Ein großer Pluspunkt von Anleihen ist ihre Planbarkeit. Anders als bei Aktien weiß man meistens ziemlich genau, was man bekommt: feste Zinsen und am Ende der Laufzeit das investierte Geld zurück (solange der Emittent nicht pleitegeht). Gerade für Menschen, die nicht ständig Kursschwankungen beobachten wollen oder einfach etwas Stabilität im Depot brauchen, ist das ziemlich angenehm.
Außerdem sind Anleihen super für die Diversifikation. Klingt erstmal technisch, ist aber eigentlich simpel: Man legt nicht alles in einen Korb. Wenn Aktien mal schwächeln, können Anleihen oft stabil bleiben oder sich sogar besser entwickeln. Dadurch wird das Gesamtportfolio weniger „wackelig“, was vielen Anlegern ein besseres Gefühl gibt.
Auch beim Thema Risiko können Anleihen interessant sein. Es gibt nämlich nicht „die eine“ Anleihe, sondern ganz unterschiedliche Varianten und zwar von sehr sicheren Staatsanleihen bis hin zu etwas riskanteren Unternehmensanleihen mit höheren Zinsen. So kann man ziemlich gut steuern, wie viel Risiko man eingehen möchte.
Spannend wird es auch in bestimmten Marktphasen, zum Beispiel wenn die Zinsen steigen. Dann gibt es oft neue Anleihen mit besseren Renditen, die durchaus attraktiv sein können. Vor allem für Anleger, die keine Lust auf die starken Schwankungen von Aktien haben. Und wenn man erwartet, dass die Zinsen später wieder sinken, kann man sogar von steigenden Anleihekursen profitieren.
Nicht zu vergessen: Anleihen eignen sich gut für Geld, das man zu einem bestimmten Zeitpunkt sicher braucht. Während Aktien kurzfristig stark schwanken können, sind hochwertige Anleihen (wenn man sie bis zum Ende hält) deutlich berechenbarer. Das macht sie zum Beispiel für mittelfristige Ziele oder als „ruhiger“ Teil im Portfolio interessant.
Unterm Strich kann man sagen: Anleihen sind vielleicht nicht die spannendste Anlage der Welt und bringen oft nicht die höchsten Renditen. Aber sie sorgen für Stabilität, regelmäßige Einnahmen und ein ausgewogeneres Gesamtportfolio. Genau deshalb haben sie für viele Anleger trotzdem ihren festen Platz.
Ist der Unterschied zwischen Anleihen und Anleihen-ETFs entscheidend?
Wenn du eine einzelne Anleihe kaufst, ist das Ganze ziemlich überschaubar. Du leihst einem Staat oder Unternehmen Geld, bekommst dafür regelmäßig Zinsen und am Ende (bei Fälligkeit) dein eingesetztes Kapital zurück, also vorausgesetzt, alles läuft gut. Das hat einen großen Vorteil: Du weißt von Anfang an ziemlich genau, was dich erwartet. Gerade für planbare Ziele ist das super.
Bei einem Anleihen-ETF funktioniert das anders. Hier investierst du nicht in eine einzelne Anleihe, sondern in einen ganzen Korb davon. Das bringt sofort mehr Streuung rein, was das Risiko einzelner Ausfälle reduziert. Dafür gibt es aber keinen festen „Endzeitpunkt“, an dem du dein Geld komplett zurückbekommst. Der ETF läuft einfach weiter, und sein Wert schwankt je nach Zinsniveau und Marktbedingungen.
Und genau hier liegt der entscheidende Unterschied: Planbarkeit vs. Flexibilität.
Mit einzelnen Anleihen hast du mehr Kontrolle und kannst ziemlich genau planen und das besonders, wenn du sie bis zur Fälligkeit hältst. Bei ETFs bist du dafür viel breiter aufgestellt und musst dich nicht selbst darum kümmern, einzelne Anleihen auszuwählen oder zu ersetzen. Das macht sie gerade für Einsteiger oder „bequemere“ Anleger attraktiv.
Ein weiterer Punkt ist der Aufwand. Einzelne Anleihen auszuwählen kann etwas komplizierter sein, vor allem wenn man auf Bonität, Laufzeit und Zins achten muss. Ein ETF nimmt dir diese Arbeit ab. Der bildet einfach einen Markt oder Index ab. Dafür zahlst du eine kleine laufende Gebühr.
Auch bei der Reaktion auf Zinsen gibt es Unterschiede. Ein ETF hat keine feste Laufzeit und reagiert dauerhaft auf Zinsänderungen. Bei einer einzelnen Anleihe kannst du solche Schwankungen aussitzen, wenn du bis zum Ende hältst. Beim ETF bist du den Marktschwankungen stärker ausgesetzt.
Also: Ist der Unterschied entscheidend? Ja, aber nur im Hinblick auf deine Strategie.
Wenn du Wert auf Sicherheit und Planbarkeit legst, können einzelne Anleihen besser passen. Wenn du es einfach, breit gestreut und flexibel magst, sind Anleihen-ETFs oft die entspanntere Lösung.
Viele Anleger kombinieren am Ende sogar beides. Denn wie so oft beim Investieren gilt: Nicht entweder oder, sondern die richtige Mischung macht’s.
Lohnt es sich, Anleihen-ETFs über Trade Republic zu kaufen?
Ob sich Anleihen-ETFs lohnen, wenn man Kunde bei Trade Republic ist, lässt sich insgesamt mit einem vorsichtigen „Ja“ beantworten. Allerdings hängt das stark davon ab, was man persönlich erreichen möchte. Gerade bei dieser Plattform passen Anleihen-ETFs aber ziemlich gut ins Gesamtbild.
Ein großer Vorteil ist die einfache Handhabung. Trade Republic ist darauf ausgelegt, Investieren möglichst unkompliziert zu machen, und genau da spielen ETFs ihre Stärke aus. Statt sich mit einzelnen Anleihen, deren Laufzeiten, Bonität und Zinssätzen auseinanderzusetzen, kann man mit einem einzigen ETF direkt in viele verschiedene Anleihen investieren. Das spart Zeit und macht den Einstieg deutlich entspannter, besonders für Einsteiger.
Hinzu kommen die niedrigen Kosten. Trade Republic ist bekannt dafür, günstiges Investieren zu ermöglichen, und das kommt gerade bei ETFs voll zum Tragen. Sparpläne sind oft kostenlos und auch Einzelkäufe sind sehr günstig. Dadurch bleibt mehr von der Rendite übrig, was sich langfristig durchaus bemerkbar machen kann.
Ein weiterer Punkt ist die Flexibilität. Mit Anleihen-ETFs kann man schon mit kleinen Beträgen investieren und bleibt jederzeit handlungsfähig. Anders als bei einzelnen Anleihen ist man nicht an eine feste Laufzeit gebunden, sondern kann jederzeit kaufen oder verkaufen. Das passt gut zu einem modernen, eher flexiblen Anlageansatz, wie ihn viele Trade-Republic-Nutzer verfolgen.
Allerdings sollte man sich auch bewusst machen, dass Anleihen-ETFs nicht die gleiche Planbarkeit bieten wie einzelne Anleihen. Es gibt kein festes Rückzahlungsdatum, und der Wert des ETFs kann schwanken, je nachdem wie sich die Zinsen entwickeln. Wer also ein ganz konkretes Ziel hat und genau weiß, wann er sein Geld braucht, könnte mit einzelnen Anleihen unter Umständen besser fahren.
Kurz kann man sagen, dass Anleihen-ETFs bei Trade Republic eine sinnvolle und praktische Lösung sein können, vor allem für alle, die es einfach, günstig und breit gestreut mögen. Sie eignen sich besonders gut als stabilerer Bestandteil im Portfolio und als Ergänzung zu risikoreicheren Anlagen wie Aktien. Entscheidend ist am Ende aber, dass sie zur eigenen Strategie passen. Denn auch wenn sie bequem sind, ersetzen sie nicht die Überlegung, was man mit seinem Geld eigentlich erreichen möchte.
Wofür steht Trade Republic als Online Broker hauptsächlich?
Trade Republic steht als Online-Broker vor allem für eines: einfaches, günstiges und modernes Investieren. Die Plattform richtet sich ganz bewusst an Menschen, die ohne großen Aufwand und ohne komplizierte Finanzsprache ihr Geld anlegen wollen.
Ein zentrales Merkmal ist dabei die starke Fokussierung auf Benutzerfreundlichkeit. Alles läuft über eine App, die bewusst schlicht gehalten ist. Man wird nicht mit unzähligen Funktionen oder Fachbegriffen überfordert, sondern kann relativ schnell verstehen, wie Kaufen, Verkaufen oder Sparpläne funktionieren. Gerade für Einsteiger ist das ein großer Pluspunkt, weil die Hürde, überhaupt anzufangen, deutlich niedriger ist als bei klassischen Banken.
Gleichzeitig steht Trade Republic auch für niedrige Kosten. Statt hoher Gebühren, wie man sie früher oft kannte, setzt der Broker auf ein sehr simples Modell mit meist nur einem Euro pro Trade und kostenlosen Sparplänen. Das macht es besonders attraktiv für Leute, die regelmäßig kleinere Beträge investieren wollen, ohne dass Gebühren einen großen Teil der Rendite auffressen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Fokus auf langfristiges Investieren. Auch wenn man theoretisch jederzeit handeln kann, wird in der Praxis stark mit Sparplänen gearbeitet – also regelmäßigen Investitionen in ETFs, Aktien oder andere Wertpapiere. Das passt gut zu einem eher ruhigen, langfristigen Ansatz und weniger zu aktivem Daytrading.
Dazu kommt, dass Trade Republic stark auf eine junge, digitale Zielgruppe ausgerichtet ist. Alles ist mobil gedacht, schnell verfügbar und bewusst reduziert. Es geht weniger um persönliche Beratung oder komplexe Finanzprodukte, sondern eher darum, selbstbestimmt und unkompliziert zu investieren.
… und wie passen Anleihen-ETFs in dieses Bild?
Anleihen-ETFs passen eigentlich ziemlich gut in das Gesamtbild von Trade Republic. Wenn man sich anschaut, wofür die Plattform steht, also einfaches, günstiges und möglichst unkompliziertes Investieren, dann sind genau das auch die Stärken von ETFs, insbesondere im Anleihenbereich.
Denn klassische Anleihen können schnell etwas kompliziert werden: unterschiedliche Laufzeiten, Bonitäten, Zinssätze und da muss man sich schon ein bisschen einarbeiten. Anleihen-ETFs nehmen einem genau diesen Aufwand ab. Statt einzelne Anleihen auszuwählen, investiert man mit einem Klick in einen ganzen Korb davon. Das passt perfekt zum Ansatz von Trade Republic, Dinge möglichst simpel zu halten.
Auch beim Thema Kosten ergänzen sich beide gut. Trade Republic setzt auf niedrige Gebühren, und ETFs sind ohnehin dafür bekannt, günstig zu sein. In Kombination ergibt sich also eine ziemlich effiziente Möglichkeit, in den Anleihenmarkt zu investieren, ohne dass Gebühren die Rendite stark schmälern. Gerade bei Sparplänen, die viele Nutzer regelmäßig nutzen, ist das ein echter Vorteil.
Außerdem fügen sich Anleihen-ETFs gut in die typische „Do-it-yourself“-Mentalität der Plattform ein. Trade Republic bietet bewusst wenig persönliche Beratung, denn man trifft seine Entscheidungen selbst. Anleihen-ETFs sind dafür ideal, weil sie eine einfache, breit gestreute Lösung bieten, ohne dass man tief ins Detail gehen muss. Man kann also auch ohne großes Fachwissen einen eher defensiven Baustein ins Portfolio einbauen.
Gleichzeitig bringen sie genau das ins Depot, was vielen reinen Aktienportfolios fehlt: etwas mehr Stabilität. Während viele Trade-Republic-Nutzer stark auf Aktien oder Aktien-ETFs setzen, können Anleihen-ETFs helfen, Schwankungen etwas abzufedern und das Risiko besser zu verteilen. Damit ergänzen sie das Ganze sinnvoll, ohne den simplen Ansatz der Plattform zu durchbrechen.
Anleihen-ETFs sind so etwas wie der „ruhige Gegenpol“ im Trade-Republic-Portfolio. Sie passen gut zur Philosophie der Plattform, weil sie einfach, günstig und breit gestreut sind – und gleichzeitig sorgen sie für mehr Balance im Depot. Genau deshalb sind sie für viele Nutzer eine logische Ergänzung.
Fazit: Bonds & Trade Republic
Aktuell sieht es mau aus bei Trade Republic: Das Thema Bonds bzw. Anleihen ist nur über Anleihen-ETFs im Produktportfolio von Trade Republic verfügbar.
Wer es richtig angehen möchte und direkt in Anleihen investieren möchte, sollte also das Depot bei einem weiteren Broker eröffnen.
Dadurch wird die direkte Investition in Anleihen möglich: Und auch dieser Bestandteil des Portfolios kann damit abgehakt werden.