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Trade Republic: Mehrere Depots anlegen

Das Wichtigste in Kürze:
– Zweitdepots, Unterdepots oder virtuelle Depots lassen sich nur bei ausgewählten Anbietern anlegen.
– Viele Broker und Banken bieten keine dieser Möglichkeiten für mehrfache Depots an.
Dieser beliebte Online Broker >> bietet als einer der wenigen die Eröffnung von bis zu 5 Depots gleichzeitig pro Person an.

Dieser Artikel zeigt: Aktuelle Optionen für mehrere Depots bei Trade Republic.

Besonders zu beachten: Unsere Anbieter-Empfehlung zur Eröffnung eines zusätzlichen Depots.

Übersicht: Mehrere Depots bei Trade Republic

Art des DepotsVerfügbar?
ZweitdepotNein
UnterdepotNein
Virtuelles DepotNein

Hinweise zu den Begriffen:
Zweitdepot bedeutet, dass eine Person gleichzeitig mehrere Depots beim selben Anbieter führen kann – dabei werden getrennte Konten geführt und es gibt zwei Logins.
– Mit Unterdepot ist gemeint, dass es einen gemeinsamen Login für beide Depots gibt, diese jedoch z.B. steuerlich getrennt behandelt werden.
– Als virtuelles Depot bezeichnet man ein Depot, das über denselben Login wie das Hauptdepot erreichbar ist und steuerlich nicht getrennt behandelt wird – jedoch ist die Ansicht für den Anleger so gestaltet, dass zwei getrennte Depots zu sehen sind.

Zwischenfazit: Keine direkten Optionen für Zweitdepots, Unterdepots oder virtuelle Depots bei Trade Republic vorhanden.

Unsere Empfehlung: Ein zweites Depot über einen anderen Anbieter eröffnen und von den Vorteilen mehrerer getrennter Depots profitieren.

Depotvergleich: Passendes Depot finden

Mehrere Depots sinnvoll?

Ein zweites, drittes, viertes […] Depot kann für Anleger aufgrund mehrerer Aspekte sinnvoll sein: So können häufig Kosten reduziert werden, eine größere Produktauswahl in Anspruch genommen werden sowie das Ausfallrisiko minimiert werden.

Vorteile der Anlage über mehrere Depots:

  • Back-Up, falls ein Broker (zwischenzeitlich) ausfällt oder technische Probleme hat.
  • Schnelle Handlungsfähigkeit: Bei Insolvenz einer Bank oder eines Brokers kann es ohne Zweitdepot zu Verzögerungen kommen.
  • Verschiedene Kostenstrukturen nutzen, um optimal und günstig investieren zu können.
  • Unterschiedliche Broker haben unterschiedliche Produkte im Portfolio.
  • Es lassen sich verschiedene Aktionen nutzen, z.B. Aktions-ETFs besparen.
  • Mehrere Depots für jeweils unterschiedliche Investmentansätze und Strategien nutzen: Klare Trennung schaffen.

Diese Vorteile führen dazu, dass sich durch mehrere Depots verschiedene Punkte wie Sicherheit, Kosten und Auswahl optimieren lassen.

Kleine Nachteile können sein, dass zum Beispiel Dokumente (Jahressteuerbescheinigung, Abrechnungen) mehrfach verwaltet werden müssen und die Aufwände dadurch etwas höher sind, sobald mehrere Depots geführt werden.

Zweites Depot (Zweitdepot) richtig nutzen

Besonders der Schritt vom Erstdepot zum Zweitdepot stellt eine wichtige Entscheidung dar und bietet erhebliche Möglichkeiten.

Eine Möglichkeit zur Umsetzung ist es, gleichzeitig einen Neobroker und eine etablierte Bank zu nutzen – für unterschiedliche Anlässe:

  • Auf der einen Seite (Neobroker) stehen günstige Ordergebühren und schnelles Handeln.
  • Auf der anderen Seite (klassische Bank) stehen guter Kundenservice, persönlicher Ansprechpartner, eine große Produktauswahl und Sparpläne.

Aber auch die klare Abtrennung zwischen verschiedenen Anlageformen ist nützlich: So wird der Neobroker zum Beispiel für kurzfristige Spekulationen und Wetten genutzt, der klassische Broker dagegen für langfristige Sparpläne oder die Altersvorsorge.

Durch die Trennung und Aufteilung des Depots über mehrere Anbieter ist diese Barriere auch mental leichter umzusetzen als bei Sammlung der verschiedenen Anlagestrategien innerhalb eines Depots.

Beispiel zur Umsetzung:

  • Depot Nummer eins: Kurzfristige Aktien, Optionen, Futures, Optionsscheine, Hebelprodukte, Devisen, Derivate.
  • Depot Nummer zwei: Langfristige Aktien-Sparpläne, langfristige ETF-Sparpläne.

Workarounds innerhalb von Trade Republic: So schaffst du dir „virtuelle Depots“

Auch wenn Trade Republic nur ein einziges Depot pro Person anbietet, kannst du dir mit ein paar einfachen Tricks trotzdem eine klare Struktur aufbauen. Der Schlüssel liegt darin, dein bestehendes Depot bewusst zu organisieren, sodass unterschiedliche Strategien oder Ziele sauber voneinander getrennt bleiben. Also zumindest gedanklich und in deiner Übersicht.

Eine der einfachsten Möglichkeiten ist die Nutzung von Watchlists. Du kannst für verschiedene Zwecke eigene Listen anlegen, zum Beispiel eine für langfristige ETFs, eine für Dividendenaktien und eine für spekulativere Investments. Auch wenn die tatsächlichen Käufe alle im selben Depot landen, hast du so eine visuelle Trennung und behältst leichter den Überblick darüber, welche Rolle jede Position in deinem Gesamtportfolio spielt.

Ein weiterer sinnvoller Ansatz ist es, deine Investments thematisch zu clustern. Das bedeutet, dass du bestimmte Bereiche gezielt „gedanklich abtrennst“, etwa nach Regionen, Branchen oder Strategien. Du könntest zum Beispiel alle Technologie-Investments als einen Block betrachten und alle defensiven ETFs als einen anderen. Diese Struktur hilft dir vor allem bei Entscheidungen wie Nachkäufen oder Umschichtungen, weil du schneller erkennst, wo dein Portfolio vielleicht unausgewogen ist.

Besonders effektiv wird das Ganze, wenn du zusätzlich ein externes Tool nutzt. Viele Anleger arbeiten hier mit einer einfachen Excel- oder Google-Sheets-Tabelle, in der sie ihre Positionen nach Kategorien sortieren. Noch komfortabler sind spezialisierte Tools wie Portfolio-Tracker, mit denen du mehrere „Unterportfolios“ simulieren kannst, obwohl technisch alles in einem Depot liegt. So kannst du zum Beispiel genau sehen, wie sich dein „ETF-Teil“ unabhängig vom „Aktien-Teil“ entwickelt.

Auch Sparpläne lassen sich strategisch einsetzen. Wenn du verschiedene Sparpläne für unterschiedliche Ziele anlegst (also etwa Altersvorsorge, Vermögensaufbau oder kurzfristige Rücklagen) entsteht automatisch eine gewisse Trennung innerhalb deines Depots. Du investierst dann nicht einfach nur „irgendwo rein“, sondern verfolgst klar definierte Zwecke, die du später auch getrennt auswerten kannst.

Am Ende ersetzt das natürlich kein echtes Zweitdepot, aber für viele Anleger ist dieser Ansatz völlig ausreichend. Du behältst die Einfachheit von Trade Republic und bekommst trotzdem eine Struktur, die dir hilft, bessere Entscheidungen zu treffen und dein Portfolio bewusster zu steuern.

Wann brauchst du wirklich mehrere Depots?

Mehrere Depots klingen für viele Anleger zunächst nach einem sinnvollen nächsten Schritt: Mehr Struktur, mehr Kontrolle, mehr Möglichkeiten. In der Praxis ist das aber längst nicht für jeden notwendig. Ob sich der zusätzliche Aufwand lohnt, hängt stark von deinem Erfahrungsstand, deiner Strategie und deinem Anlageziel ab.

Wenn du gerade erst mit dem Investieren beginnst oder hauptsächlich auf einen einfachen ETF-Sparplan setzt, reicht ein einzelnes Depot in den allermeisten Fällen völlig aus. Zu viel Komplexität kann hier sogar eher schaden als helfen, weil du schneller den Überblick verlierst oder unnötig viel Zeit in Organisation statt in die eigentliche Strategie steckst. Gerade am Anfang ist es oft sinnvoller, alles gebündelt an einem Ort zu haben und sich auf die Grundlagen zu konzentrieren.

Anders sieht es aus, wenn du bereits etwas fortgeschrittener bist und bewusst unterschiedliche Strategien verfolgst. Sobald du zum Beispiel langfristigen Vermögensaufbau mit ETFs betreibst und gleichzeitig aktiv Einzelaktien tradest, kann eine Trennung sinnvoll werden. Ein eigenes Depot für langfristige Investments schützt dich dann auch psychologisch davor, impulsiv an Positionen herumzuschrauben, die eigentlich über Jahre hinweg liegen bleiben sollten.

Auch bei größeren Vermögen gewinnt Struktur an Bedeutung. Je mehr Kapital du investierst, desto wichtiger wird es, den Überblick zu behalten und Risiken sauber zu steuern. Mehrere Depots können dabei helfen, verschiedene Anlageziele klar zu trennen wie etwa Altersvorsorge, mittelfristige Projekte oder spekulative Investments. So weißt du jederzeit, welcher Teil deines Geldes welchen Zweck erfüllt.

Ein weiterer Punkt ist dein persönlicher Umgang mit Disziplin und Strategie. Wenn du dazu neigst, Strategien zu vermischen oder emotional zu handeln, kann eine klare Trennung über mehrere Depots ein echter Vorteil sein. Sie schafft feste Grenzen und hilft dir, deine ursprünglichen Pläne konsequenter umzusetzen.

Man sollte also sagen: Mehrere Depots sind kein Muss, sondern ein Werkzeug. Für viele Anleger reicht ein gut strukturiertes Einzeldepot völlig aus und das vor allem in Kombination mit den zuvor genannten Workarounds mit einem Broker wie Trade Republic. Erst wenn deine Strategie komplexer wird oder du bewusst unterschiedliche Ansätze verfolgst, kann sich der zusätzliche Aufwand wirklich lohnen.

Typische Fehler beim Nutzen mehrerer Depots – gerade mit Trade Republic

Wenn du Trade Republic nutzt und dir zusätzlich weitere Depots bei anderen Brokern eröffnest, kann das schnell sinnvoll sein, aber genau hier passieren auch viele typische Fehler. Denn Trade Republic ist bewusst sehr einfach aufgebaut, und genau diese Einfachheit kann dazu verleiten, die Gesamtstruktur zu unterschätzen.

Ein häufiger Fehler ist, Trade Republic weiterhin „für alles“ zu nutzen und das zweite Depot ohne klare Aufgabe nebenher laufen zu lassen. Viele Anleger behalten ihre ETFs, Einzelaktien und Sparpläne bei Trade Republic und eröffnen zusätzlich irgendwo anders ein Depot für „ein bisschen Trading“. Ohne klare Trennung verschwimmen die Strategien dann aber schnell wieder, und der eigentliche Vorteil mehrerer Depots geht verloren.

Gerade bei Trade Republic passiert es außerdem oft, dass Sparpläne und Einzelkäufe durcheinanderlaufen. Du hast vielleicht einen langfristigen ETF-Sparplan eingerichtet, kaufst aber zwischendurch spontan weitere Aktien oder ETFs dazu. Wenn du parallel noch ein zweites Depot nutzt, verlierst du schnell den Überblick darüber, welcher Teil deines Geldes eigentlich langfristig gedacht war und welcher nicht.

Ein weiterer typischer Fehler ist die falsche Rollenverteilung. Trade Republic ist durch die einfache App, günstige Kosten und schnellen Zugriff sehr „verführerisch“ für spontane Entscheidungen. Viele nutzen es daher unbewusst als Trading-Depot – obwohl es ursprünglich für den langfristigen Vermögensaufbau gedacht war. Gleichzeitig liegt das zweite Depot dann eher brach oder wird nicht konsequent genutzt.

Auch der Überblick leidet schnell. Trade Republic zeigt dir nur dein eigenes Depot – logisch. Wenn du aber noch ein weiteres Depot hast, siehst du dein Gesamtportfolio nicht mehr auf einen Blick. Viele verlassen sich trotzdem hauptsächlich auf die Trade-Republic-App und blenden das andere Depot gedanklich aus. Das führt dazu, dass Entscheidungen nicht mehr auf Basis deines gesamten Vermögens getroffen werden.

Ein besonders unterschätzter Punkt sind doppelte Investments. Gerade weil Trade Republic so einfach zu bedienen ist, kaufen viele dort schnell noch einmal denselben ETF oder ähnliche Aktien, die sie bereits im anderen Depot haben. Dadurch entstehen ungewollte Übergewichtungen, ohne dass es direkt auffällt.

Steuern bei mehreren Depots (neben Trade Republic)

Sobald du neben Trade Republic noch ein weiteres Depot nutzt, wird das Thema Steuern automatisch etwas komplexer. Innerhalb eines einzelnen Depots läuft vieles im Hintergrund automatisch. Nutzt du aber mehrere Broker, musst du ein paar Dinge aktiv im Blick behalten.

Ein zentraler Punkt ist der Freistellungsauftrag. In Deutschland hast du aktuell einen Sparerpauschbetrag (z. B. 1.000 € pro Person), auf den keine Abgeltungsteuer anfällt. Diesen kannst du auf mehrere Broker aufteilen, also zum Beispiel einen Teil bei Trade Republic und einen Teil bei einem anderen Anbieter hinterlegen. Wichtig ist dabei: Insgesamt darfst du den Betrag nicht überschreiten. Wenn du hier keine klare Aufteilung hast, verschenkst du entweder Steuervorteile oder es wird unnötig viel Steuer einbehalten.

Auch bei den Steuerbescheinigungen entsteht mehr Aufwand. Jeder Broker stellt dir am Jahresende eine eigene Bescheinigung aus. Das bedeutet: Du musst im Zweifel mehrere Dokumente prüfen, aufbewahren und ggf. in deiner Steuererklärung berücksichtigen. Gerade wenn du zusätzlich Kapitalerträge selbst angibst, wird das schnell unübersichtlich, wenn du keine saubere Ablage hast.

Ein besonders wichtiger Punkt ist die Verlustverrechnung. Innerhalb von Trade Republic werden Gewinne und Verluste automatisch miteinander verrechnet, aber nur innerhalb dieses einen Depots.

Hast du Verluste bei einem anderen Broker und Gewinne bei Trade Republic (oder umgekehrt), passiert diese Verrechnung nicht automatisch. In so einem Fall kannst du dir eine sogenannte Verlustbescheinigung ausstellen lassen und die Verrechnung über deine Steuererklärung vornehmen. Viele Anleger kennen diesen Schritt nicht und verschenken dadurch bares Geld.

Die Transparenz deiner gesamten Erträge ist ebenfalls wichtig! Wenn du nur Trade Republic nutzt, siehst du relativ einfach, wie viel Gewinn du gemacht hast. Mit mehreren Depots musst du diese Informationen selbst zusammenführen, um einen realistischen Überblick zu bekommen. Das ist nicht nur für die Steuer wichtig, sondern auch für deine eigene Einschätzung der Performance.

So strukturierst du mehrere Depots neben Trade Republic richtig

Wenn du dich entscheidest, neben Trade Republic noch weitere Depots zu nutzen, ist die wichtigste Frage nicht „wie viele“, sondern „wofür“. Ohne eine klare Struktur bringen dir mehrere Depots keinen echten Vorteil, sondern im Gegenteil, sie machen alles nur komplizierter. Mit einem sauberen System können sie dagegen ein starkes Werkzeug sein.

Ein bewährter Ansatz ist die Trennung nach Anlagestrategien. Du könntest Trade Republic zum Beispiel bewusst als dein langfristiges Basis-Depot nutzen, in dem ausschließlich ETFs liegen, die du über Jahre oder Jahrzehnte hältst. Dieses Depot fasst du im Idealfall möglichst selten an. Ein zweites Depot bei einem anderen Broker kann dann gezielt für Einzelaktien oder aktiveres Investieren genutzt werden. So verhinderst du, dass kurzfristige Entscheidungen deinen langfristigen Vermögensaufbau beeinflussen.

Alternativ kannst du deine Depots auch nach Zielen strukturieren. Ein Depot steht dann für deine Altersvorsorge, ein anderes für mittelfristige Ziele wie größere Anschaffungen, und ein weiteres für spekulativere Investments. Der große Vorteil: Du weißt jederzeit genau, welcher Teil deines Geldes welchen Zweck erfüllt – und kommst weniger in Versuchung, Geld „umzuschichten“, das eigentlich fest eingeplant ist.

Wichtig ist dabei, dass du Trade Republic bewusst eine feste Rolle gibst. Viele nutzen es aufgrund der einfachen Bedienung und günstigen Sparpläne ideal für den regelmäßigen ETF-Aufbau. Wenn du diese Rolle einmal definiert hast, solltest du sie konsequent beibehalten. Das sorgt für Klarheit und verhindert, dass sich Strategien vermischen.

Unabhängig von der gewählten Struktur brauchst du außerdem eine zentrale Übersicht. Sobald dein Geld auf mehrere Depots verteilt ist, solltest du regelmäßig dein Gesamtportfolio betrachten und nicht nur einzelne Teile. Das kann über ein Tool, eine App oder auch eine einfache Tabelle erfolgen. Entscheidend ist, dass du deine gesamte Vermögensverteilung kennst und bewusst steuerst.

Die beste Struktur ist die, die du auch langfristig durchhältst. Sie muss nicht kompliziert sein. Oft reichen zwei klar getrennte Depots völlig aus, solange du weißt, warum du sie hast und welche Aufgabe jedes einzelne erfüllt.

Tools zur Übersicht – so behältst du trotz mehrerer Depots den Überblick

Sobald du neben Trade Republic noch ein oder mehrere weitere Depots nutzt, wird ein Punkt besonders wichtig: die Gesamtübersicht. Denn auch wenn jedes einzelne Depot für sich gut funktioniert, bringt dir das wenig, wenn du dein gesamtes Vermögen nicht mehr klar einschätzen kannst.

Trade Republic selbst zeigt dir natürlich nur dein eigenes Depot an. Das ist einfach und übersichtlich, aber eben auch begrenzt. Wenn du zusätzlich bei einem anderen Broker investierst, musst du dir diese Gesamtperspektive selbst schaffen. Genau hier kommen Tools und einfache Systeme ins Spiel.

Die simpelste Lösung ist eine eigene Tabelle, zum Beispiel in Excel oder Google Sheets. Dort kannst du deine Positionen aus allen Depots zusammenführen und nach Kategorien sortieren wie etwa nach ETFs, Einzelaktien oder Regionen. Das hat den Vorteil, dass du die volle Kontrolle hast und genau die Struktur abbilden kannst, die zu deiner Strategie passt. Gerade am Anfang reicht das oft völlig aus.

Etwas komfortabler sind spezialisierte Portfolio-Tools. Diese ermöglichen es dir, mehrere Depots gleichzeitig abzubilden und sogar als getrennte „Unterportfolios“ darzustellen. So kannst du zum Beispiel sehen, wie sich dein Trade-Republic-Depot im Vergleich zu deinem zweiten Depot entwickelt und gleichzeitig dein Gesamtvermögen im Blick behalten.

Ein großer Vorteil solcher Tools ist auch die Auswertung. Du bekommst automatisch Kennzahlen wie Rendite, Gewichtung einzelner Positionen oder regionale Verteilung. Das hilft dir dabei, fundiertere Entscheidungen zu treffen, anstatt dich nur auf dein Bauchgefühl zu verlassen.

Wichtig ist vor allem, dass du dich für eine Lösung entscheidest und diese konsequent nutzt. Viele Anleger starten mit einem Tool, pflegen es aber nur unregelmäßig – und stehen dann wieder ohne klaren Überblick da. Dabei ist genau dieser Überblick der größte Vorteil, wenn du mehrere Depots nutzt.

Über Trade Republic

Trade Republic ist ein in Deutschland ansässiger Online-Börsenmakler, der 2015 gegründet wurde und in den Nachrichten Wellen geschlagen hat. Das Unternehmen ist Europas erster provisionsfreier Broker nur für Mobilgeräte, bietet europäische, amerikanische und asiatische Aktien und ETFs sowie eine Reihe von Derivaten und Blockchain-Token an.

Regulierung

Trade Republic erwarb eine vollständige Banklizenz, die es ihr ermöglicht, Spar- und Depotdienstleistungen sowie Börsenbrokertätigkeiten durchzuführen. Sowohl die BaFin als auch die Deutsche Bundesbank beaufsichtigen Trade Republic.

Kundeneinlagen sind bis zu einer Höhe von 100.000 Euro gesetzlich versichert und alle Gelder werden getrennt von den eigenen Mitteln des Brokers auf Treuhandkonten bei der Partnerbank in Berlin geführt. Alle finanziellen Vermögenswerte sind Eigentum der Kunden und werden von HSBC Deutschland gehalten.

Mobile Handelsplattform

Trade Republic wurde mit Blick auf reine mobile Handelsdienste entwickelt und hat Jahre damit verbracht, eine Anwendung zu entwickeln, mit der seine Kunden problemlos mit Wertpapieren, Derivaten und Kryptos handeln können.

Die Handelsplattform kann auf iOS- sowie Android-Geräte (APK) heruntergeladen werden und bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche und anständige Funktionalität. Die Benutzerbewertungen sind im Allgemeinen positiv und loben die Zugänglichkeit und das Angebot an Assets.

Vermögenswerte

Kunden von Trade Republic haben Zugang zu drei Klassen handelbarer Vermögenswerte.

  • Börsengehandelte Wertpapiere wie Aktien und ETFs. Es gibt über 8.000 deutsche und internationale Aktien und 500 ETFs auf Aktien, Indizes, Rohstoffe und Währungen. Sowohl Bruchteilaktien als auch Pennystocks stehen für Investitionen zur Verfügung.
  • Derivate: Trade Republic verfügt über mehr als 40.000 Derivate wie CFDs auf Aktien, Indizes, Währungen und Rohstoffe.
  • Kunden können Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Litecoin (LTC) und Bitcoin Cash (BCH) kaufen und entweder halten oder verkaufen.

Alle Arten von Vermögenswerten können mit Market Orders, Limit Orders und Stop Orders gehandelt werden.

Trade Republic Gebühren

Trade Republic hat eine transparente und wettbewerbsfähige Gebührenstruktur und behauptet, für alle seine Vermögenswerte provisionsfrei zu sein. Für Fremdkosten fallen jedoch volumenunabhängig pauschal 1,00 Euro pro Handelsabwicklung an.

Live-Konten

Trade Republic hat nur eine Kontooption, die Zugang zu all seinen Brokerdiensten bietet. Jeder Anlagetyp kann über nur ein Konto investiert werden, was die Diversifizierung Ihres Portfolios vereinfacht und gängige Eintrittsbarrieren für Kunden mit geringerem Kapital beseitigt.

Fazit zu Trade Republic: Zweitdepot, Unterdepot & virtuelles Depot

Leider bietet Trade Republic keine der Möglichkeiten für ein zweites Depot an. Es gibt jedoch gute Alternativen, mit denen sich dieses Problem umgehen lässt.

Wer ein zweites Depot anlegen möchte, kann sich gerne an unseren Depotrechner sowie unsere Depotempfehlungen halten und damit die Vorteile mehrerer Konten (Accounts) nutzen.

Die verschiedenen Varianten zur Nutzung mehrerer Depots bieten viele Vorteile. Dabei gilt es, Zweitdepots, Unterdepots sowie virtuelle Depots zu unterscheiden.

Je nach Sinn und Zweck ist die Erstellung eines Unterdepots oder eines virtuellen Depots ausreichend. Es kann aber auch sein, dass ein zweites (separates) Depot angelegt werden muss, um die Zielsetzungen zu erfüllen

Um den maximalen Spielraum für steuerliche Gestaltung, Minimierung des Ausfallrisikos, große Produktauswahl und Kostenminimierung zu erhalten, ist in jedem Fall die Eröffnung eines zweiten Depots erforderlich.